Willkommen beim AEU

Wirtschaftliches Handeln und Unternehmertum sind wesentliche Elemente unserer Gesellschaft. Dieses Handeln ist nur auf der Basis ethischer Werte nachhaltig erfolgreich. Die fortschreitende Globalisierung unserer Welt ist zugleich Herausforderung und Chance, diese Werte zu leben - damit unternehmerisches Handeln verantwortliches Handeln ist.

Die zunehmende Komplexität unserer globalen Wirtschaftsordnung verlangt nach einer wirkungsvollen und nachvollziehbaren Werteordnung. Diese findet sich im christlichen Glauben.

Der Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer ist die Brücke zwischen Wirtschaft und Evangelischer Kirche. Wir vermitteln Grundsätze, erklären Hintergründe und beleben Diskurse zu aktuellen Themen.

 

 

2017: positive Entwicklung von Begegnungen und Veranstaltungen

Im Kalenderjahr 2017 hat der Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer die Zahl der von ihm ausgerichteten Begegnungen und Veranstaltungen auf 117 Angebote gesteigert. Nachdem im Jahr 2016 einige Termine wegen der großen Festveranstaltung anläßlich des 50. Gründungsjubiläums in Frankfurt am Main ausgesetzt worden waren, konnte der Aufwärtstrend der zurückliegenden Jahre bei den Treffen und Begegnungen im Jahr 2017 planvoll fortgesetzt werden.

Die sich aus dem Selbstverständnis des Arbeitskreises Evangelischer Unternehmer ergebenden Ziele und Aufgaben werden in einem regional und funktional ausdifferenzierten Angebot an Begegnungen und Veranstaltungen umgesetzt. Dabei werden die wesentlichen Fragen und Themen im Lichte eines jeweils für den Zeitraum von drei Jahren festgelegten Schwerpunktthemas inhaltlich entfaltet und diskutiert.

Die digitale Revolution gestalten - eine evangelische Perspektive ist das Schwerpunktthema für die Jahre 2018 bis 2020 und damit Orientierung und Leitlinie für die inhaltliche Ausrichtung der Arbeit. Die Auseinandersetzung mit Aspekten der Künstlichen Intelligenz (KI) steht im Mittelpunkt einer Kooperationstagung am 9. und 10. November 2018 mit der Evangelischen Akademie Bad Boll.

 

 

AEU-Forum 2018: Digitalisierung kann und muß gestaltet werden

Die mit der Digitalisierung einhergehenden umfassenden Veränderungsprozesse können und müssen gestaltet werden. Für die Beschreibung möglicher Ziele, Grenzen sowie eines ordnungspolitischen (Regelungs-)Rahmens bedarf es eines gesamtgesellschaftlichen Diskurses im Lichte der christlichen Ethik, in den sich der Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer und seine Mitglieder sowie die Evangelischen Kirchen einbringen müssen. Dies ist das Fazit des AEU-Forums "Die digitale Revolution gestalten - eine evangelische Perspektive" vom 27. bis 29. April 2018 in Fulda (Programm).

AEU-Forum "Die digitale Revolution gestalten - eine evangelische Perspektive"

Im Mittelpunkt des dreitägigen Treffens standen die unternehmerischen Herausforderungen der Digitalisierung, die Frage nach einer Theologie der Innovation, die Herausforderungen für die Kirche sowie Anfragen an die evangelische Ethik. Professor Dr. Tilo Böhmann, Inhaber des Lehrstuhls für Informatik, IT-Management und Consulting an der Universität Hamburg sowie Mitglied der Synode und ehrenamtliches Mitglied der Kirchenleitung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland, mahnte die Kirchen, "nicht nur zum Beobachter, sondern zum Mitgestalter der Digitalisierung zu werden".

Digitalisierung braucht eine Theologie der Innovation

Bischof Professor Dr. Martin Hein beschrieb die Digitalisierung in drei Dimensionen: als technische Innovation, als gesellschaftlichen Wandel sowie als theologische Herausforderung. Hier zeige sich jedoch ein Desiderat: "Es gibt erste Ansätze einer Philosophie, aber bisher keine wirklich valide Theologie der Technik, also keine theologische Auseinandersetzung damit, was die technische Innovation eigentlich für das Verständnis vom und für das menschliche Miteinander bedeutet", so Hein. Doch entspreche die Entwicklung der öffentlichen Kommunikation durch die Digitalisierung dem zutiefst evangelischen Grundgedanken des allgemeinen Priestertums aller Gläubigen. Dieser Gedanke, der direkt auf Martin Luther zurückgeht, gestehe allen Christinnen und Christen die Vollmacht zur Bezeugung des Evangeliums in ihrem jeweiligen Kontext zu und sei im Kern ein partizipatorischer Gedanke, auch wenn er in der bisherigen Praxis der Kirche nur unvollkommen zum Tragen gekommen sei. "Eine der entscheidenden Wandlungen durch die Digitalisierung besteht darin, daß wir neue Formen von Transparenz und Partizipation entwickeln müssen. … Die Kirchen werden am gesellschaftlichen Prozeß teilnehmen, weil das Teil ihres Auftrags ist. Als 'Player' in der Zivilgesellschaft können und wollen sie die Herausforderungen der Zeit aktiv mitgestalten und zu den anstehenden Fragen, etwa der Barrierefreiheit, des Datenschutzes und der Wahrung der Persönlichkeitsrechte, ihre Sicht der Dinge beitragen, zugleich aber das Evangelium als Ruf in die Freiheit in den neuen Medien für alle vernehmbar und verstehbar kommunizieren. … Es bieten sich viele neue virtuelle Möglichkeiten, Menschen aufmerksam zu machen, anzusprechen und zusammenzuführen, und es braucht viel schöpferische Phantasie, verbunden mit theologischer Expertise, geistlicher Kompetenz und technischem Know-how, hier gangbare Wege zu finden. Das hat gerade erst begonnen. Auch hier gilt die Maxime des Apostels Paulus: 'Prüfet aber alles und das Gute behaltet' (1. Thessalonicher 5, 21)", faßte Bischof Professor Dr. Martin Hein seine Überlegungen zusammen.

Digitalisierung - Schwerpunktthema für die Jahre 2018 bis 2020

Als Anstoß und Grundlage für einen breiten Diskurs über die sich aus der digitalen Revolution ergebenden Fragen in evangelischer Perspektive hat der Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer im Januar 2018 den Impulstext "Die digitale Revolution gestalten - eine evangelische Perspektive" vorgestellt. Dieser Impuls versteht sich nicht als ein abgeschlossener Text im Sinne eines Manifests, sondern soll im Lichte der dynamischen Veränderungen und neuer Erkenntnisse fortgeschrieben werden (können). Der Impuls soll als Schwerpunktthema für die Jahre 2018 bis 2020 zur Auseinandersetzung und ethischen Reflexion mit den vielfältigen Aspekten der digitalen Revolution anregen. Auf der Grundlage des Dreiklangs "sehen - urteilen - handeln" sollen in inhaltlichen Auseinandersetzungen zunächst Lebenssachverhalte beschrieben und relevante Fragen formuliert werden, die den (exemplarischen) Fragenkatalog des Impulstextes ergänzen.

Einladung zur Fortsetzung und Vertiefung der Diskussion

Das zunächst auf drei Jahre angelegte Diskursprojekt "Die digitale Revolution gestalten - eine evangelische Perspektive" unterstützt die beiden sich komplementär ergänzenden Ziele: Zum einen bietet der Impulstext im Sinne einer Handreichung eine Information über den alle gesellschaftlichen Bereiche umfassenden (Veränderungs-)Prozeß der Digitalisierung sowie eine Orientierungshilfe zur eigenen Meinungsbildung bzw. Positionierung. Gegenüber der Evangelischen Kirche, ihren Einrichtungen und Werken macht der Text deutlich, daß die bereits heute absehbaren Auswirkungen der digitalen Revolution auf alle gesellschaftlichen Bereiche (einschließlich Theologie, Ethik und Kirche) eine zeitnahe theologisch fundierte, breite Auseinandersetzung der Kirche erfordert. Die sich aus dem Impulstext ergebenden Themen und Fragen sollen im Rahmen weiterer Begegnungen und Veranstaltungen des Arbeitskreises Evangelischer Unternehmer inhaltlich entfaltet werden.

Programm          Pressebericht          Impressionen          Impulstext

 

 

Die evangelische Unternehmerin Ruth Merckle ist heimgegangen

Christlicher Glaube und erfolgreiches Wirtschaften haben für Ruth Merckle in ihrem unternehmerischen Handeln und in ihrem ehrenamtlichen Engagement immer zusammengehört. "Ich muß täglich viele Entscheidungen treffen, die oft weitreichend und nicht selten auch unpopulär sind. Das Wissen um Jesus Christus gibt mir Halt, so daß ich meine Verantwortung wahrnehmen kann", bekannte die evangelische Unternehmerin in einem Interview.

Als Geschäftsführerin für Unternehmenskultur und soziale Belange der Merckle/ratiopharm-Unternehmensgruppe bewies sie unternehmerischen Mut, Gespür für die Anliegen der Mitarbeitenden und Weitsicht. Angesichts einer überdurchschnittlichen Frauenquote von 65% in der Belegschaft ermöglichte sie schon frühzeitig mit über 100 verschiedenen Arbeitszeitmodellen familienfreundliche Arbeitsplätze und richtete einen Betriebskindergarten ein. Für die spezifischen Belange der in Teilzeit beschäftigten Mitarbeiterinnen stellte sie eine Pfarrerin als "Frauenreferentin" ein. Die Auszubildenden im Unternehmen durchliefen im ersten Lehrjahr ein einwöchiges Programm im Christlichen Jugenddorfwerk, im zweiten Lehrjahr eine weitere Woche im Kloster Volkenroda. Daß Ruth Merckle den Mitarbeitenden zu Weihnachten das kleine Losungsbuch der Herrnhuter Brüdergemeine schenkte bzw. die Losungen auf den Arbeitsplatzrechnern installieren ließ, war ein weiteres Zeichen für ihre evangelisch geprägte Haltung.

Für Ruth Merckle ist die Soziale Marktwirtschaft eine auch aus christlicher Sicht ethisch verantwortbare Wirtschaftsordnung. Mit dieser Grundüberzeugung hat sie sich seit 1988 im Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer für den Dialog zwischen Wirtschaft und Kirche engagiert. Sie hat die Aktivitäten der regionalen Arbeitsgruppe des AEU in Württemberg von Anfang an unterstützt und die Gründung der Prälaturgruppe Ulm initiiert. Ruth Merckle hat die Entwicklung des Arbeitskreises Evangelischer Unternehmer von 1992 bis 2000 als Mitglied des Vorstandes sowie von 2000 bis 2006 als Mitglied des Kuratoriums entscheidend geprägt und unseren Arbeitskreis in besonderer Weise unterstützt und gefördert. Richtungsweisend war ihre Initiative zur Entwicklung von spirituellen Angeboten für Führungskräfte. "Es ist herausfordernd, als Christ in der Wirtschaft zu arbeiten. Wir sollten auch im Geschäftsleben von Gott reden und mit Gott rechnen", mahnte sie. Heute gehören Rüstzeiten, Retraiten und Pilger-Touren zum Markenkern und festen Angebot des AEU.

Über 30 Jahre arbeitete Ruth Merckle im Kirchenvorstand ihrer Heimatgemeinde in Blaubeuren mit. 1991 wurde sie - mit dem besten Ergebnis aller Nominierten - in den Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gewählt. In die von ihr mitgestaltete Amtsperiode bis 1998 gehörte u. a. die Wiedervereinigung der EKD mit dem Bund der Evangelischen Kirchen in der DDR mit komplexen Diskussionen staatskirchenrechtlicher Fragen, wie z. B. dem Militärseelsorgevertrag. Ruth Merckle war es jedoch ein Anliegen, daß das Evangelium auch in den neuen Bundesländern verkündet und gelebt wird. Hierzu unterstützte sie mit großem Engagement die Jesus-Bruderschaft und den Aufbau des Klosters Volkenroda mit dem Christus-Pavillon, wo praktische Arbeit und gelebter Glaube eine organische Verbindung eingehen.

Ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt dieser Ratsperiode war der Konsultationsprozeß zur Erarbeitung des gemeinsamen Worts des Rates der EKD und der Deutschen Bischofskonferenz zur wirtschaftlichen und sozialen Lage in Deutschland. Der Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer hat sich in zahlreichen Begegnungen und Veranstaltungen mit dem Text "Für eine Zukunft in Solidarität und Gerechtigkeit" auseinandergesetzt und auf die Notwendigkeit der Stärkung der Eigenverantwortung und die Bedeutung des Subsidiaritätsprinzips hingewiesen. In einer biblischen Grundlegung dieses Textes heißt es u. a.: "Weil die Menschen in Jesus Christus bereits erlöst sind, brauchen sie sich in ihrer Lebens- und Weltgestaltung nicht selbst zu erlösen. Das befreit zu einem Handeln, das nicht länger der Sorge um sich selbst und der Absicherung durch Macht verpflichtet ist, sondern den Anforderungen der Sache und dem gegenseitigen Dienst." (RZ 94) Diese Haltung charakterisiert Ruth Merckle in treffender Weise.

Nach dem tragischen Tod ihres Mannes im Jahr 2009 hatte sich Ruth Merckle aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Doch verfolgte sie die positive Entwicklung des Verhältnisses zwischen Wirtschaft und Kirche mit Interesse und freute sich über "manch späte Blüte unserer Ideen". Nach einem Schlaganfall im Jahr 2015 war sie halbseitig gelähmt. Am 30. April 2018 ist die evangelische Unternehmerin Ruth Merckle zwei Tage nach ihrem 81. Geburtstag zum himmlischen Vater heimgegangen.

 

 

OKR i. R. Hermann E. J. Kalinna - ein Nachruf

"Fürchte Gott, tue Recht, scheue niemand". Dieses Motto charakterisiert Leben und Wirken des lutherischen Theologen Hermann Edmund Johannes Kalinna in treffender Weise: 1929 in Düsseldorf geboren, studierte er in Bonn, Tübingen, Paris und Genf Theologie und Philosophie, ehe er nach Tätigkeiten als Vikar am (kirchlichen) Bodelschwingh-Gymnasium in Herchen und Synodalvikar beim Kirchenkreis Essen-Mitte sowie als Wissenschaftliche Hilfskraft an der Theologischen Fakultät der Universität Bonn Pfarrer für ausländische Studenten an der Universität Seattle-Washington/USA wurde. Von 1962 bis 1966 war er Pfarrer an der Christuskirche in Bad Godesberg.

1966 wurde Kalinna zum Oberkirchenrat beim Bevollmächtigten des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) berufen. Von 1977 bis zum Eintritt in den Ruhestand 1994 nahm er die Aufgabe des Stellvertreters des Bevollmächtigten des Rates der EKD wahr. Insgesamt 28 Jahre wirkte Kalinna für die EKD am (damaligen) Sitz von Bundestag und Bundesregierung in Bonn, wo er u. a. die Kontakte zu Abgeordneten und Diplomaten pflegte. Um für seine Gesprächspartner als "Mann der Kirche" erkennbar zu sein, trug Kalinna stets einen Lutherrock - auch bei der Fahrt zur Arbeit auf dem Fahrrad. Kalinna warnte die Kirche vor einer Einmischung in die Tagespolitik: "Wer eine politisch einflußreiche Kirche will, der muß sich vor jeder Politisierung hüten. Wer in der Kirche Parteipolitik betreibt, macht die Kirche politisch unwirksam." Anläßlich seines Ausscheidens aus dem Dienst wurde Kalinna mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet.

Im November 1994 übernahm OKR i. R. Hermann E. J. Kalinna die Aufgabe des Theologischen Beraters des AEU vom Initiator und Mitgründer des Arbeitskreises Evangelischer Unternehmer, Dr. Wolfgang Böhme. Als Theologe mit einem internationalen Horizont und versierter Kenner der kirchenpolitischen Verhältnisse arbeitete er an zahlreichen Positionierungen und Veröffentlichungen des AEU, u. a. "Die Kirchensteuer und ihre Verwendung" sowie "Soziale Marktwirtschaft als Wirtschafts- und Werteordnung" mit. Weiterhin kommentierte er Äußerungen der Kirche zu Fragen der öffentlichen Verantwortung, wie z. B. der Abschaffung des Buß- und Bettages oder der Haltung zur Sonntagsheiligung. Mit seinen klaren Positionen, seinen erklärenden theologischen Gesprächen sowie seinen überzeugenden Predigten hat Kalinna die inhaltliche Entwicklung des Arbeitskreises Evangelischer Unternehmer sechs Jahre entscheidend mitgestaltet und geprägt, bis er diesen Dienst im Jahr 2000 krankheitsbedingt aufgeben mußte. Durch seine Verbindlichkeit und Prinzipienfestigkeit ist es ihm gelungen, die Basis der Beziehungen zwischen der Evangelischen Kirche und ihren unternehmerisch tätigen Mitgliedern zu festigen und zu verbreitern.

Am 28. März 2018 ist der streitbare lutherische Theologe im Alter von 88 Jahren in Bonn-Bad Godesberg verstorben.

 

 

Die digitale Revolution gestalten - eine evangelische Perspektive

Als Anstoß und Grundlage für einen breiten Diskurs über die sich aus der digitalen Revolution ergebenden Fragen in evangelischer Perspektive hat der Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer einen Impulstext "Die digitale Revolution gestalten - eine evangelische Perspektive" erarbeitet und dem Vorsitzenden des Rates der EKD, Landesbischof Professor Dr. Heinrich Bedford-Strohm am 26. Januar 2018 am Rande der Ratssitzung in Wuppertal übergeben.

AEU fordert Digitalisierungsdekade

In diesem Text fordert der Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer die Evangelische Kirche auf, sich mit der Energie, die sie für die Kommunikation des 500. Reformationsjubiläums in der Reformationsdekade aufgebracht hat, der aktiven Gestaltung der digitalen Revolution zu widmen. "Nach der Reformationsdekade muß nun die Digitalisierungsdekade kommen. Es gibt viele offene Fragen aus theologischer und ethischer Sicht, die einer Klärung bedürfen," erläuterte Friedhelm Wachs, Stv. Vorsitzender des AEU. Die Digitalisierung werde Folgen bis in jede Kirchengemeinde haben. Sie sei in vollem Gange und verändere Gesellschaft und Wirtschaft radikal, so Wachs.

Ratsvorsitzender würdigt AEU-Impuls

Der Ratsvorsitzende nannte den Impulstext des AEU einen wichtigen Anstoß für die weitere Debatte. "Die Digitalisierung steht jetzt ganz oben auf unserer Agenda. Das Thema bekommt eine andere Qualität und eine veränderte, stärkere Priorisierung", so Bedford-Strohm. Weiter machte der Ratsvorsitzende deutlich, daß sich die Evangelische Kirche mit den vielfältigen Aspekten der Digitalisierung auseinandersetzen und den Prozeß aktiv mitgestalten wolle. "Wir müssen die Chancen und die Risiken der Digitalisierung sehen und bewerten. Auf der Grundlage einer theologischen Durchdringung wollen wir vor allem die ethische Dimension der Digitalisierung in den Blick nehmen und diesen Prozeß gesellschaftlich begleiten. Für die Kirche besteht die Chance, sich als kompetenter gesellschaftlicher Akteur in die laufende Diskussion einzubringen und das Orientierungswissen der christlichen Tradition dabei fruchtbar zu machen."

Internetseite www.die-digitale-revolution-gestalten.de eingerichtet

Der Impuls des Arbeitskreises Evangelischer Unternehmer versteht sich nicht als ein abgeschlossener Text im Sinne eines Manifests, sondern soll im Lichte der dynamischen Veränderungen und neuer Erkenntnisse fortgeschrieben werden (können). Der Impuls will zur Auseinandersetzung und ethischen Reflexion mit den vielfältigen Aspekten der digitalen Revolution anregen. Auf der Grundlage des Dreiklangs "sehen - urteilen - handeln" lädt der Impuls dazu ein, Lebenssachverhalte zu beschreiben, relevante Fragen zu formulieren und durch die inhaltliche Auseinandersetzung eine fundierte Haltung zum (Veränderungs-)Prozeß der Digitalisierung zu entwickeln. Als Plattform für diesen Dialog wurde die Internetseite www.die-digitale-revolution-gestalten.de eingerichtet.

AEU-Forum "Digitalisierung" vom 27. bis 29. April 2018 in Fulda

"Die digitale Revolution gestalten - eine evangelische Perspektive" ist das übergreifende Schwerpunktthema des Arbeitskreises Evangelischer Unternehmer für die Jahr 2018 bis 2020. Im Rahmen des (zunächst) auf drei Jahre angelegten Diskursprojekts sollen die vielfältigen Aspekte der Digitalisierung in zahlreichen regionalen und überregionalen Begegnungen und Veranstaltungen diskutiert werden. Das bundesweite AEU-Forum "Digitalisierung" findet vom 27. bis 29. April 2018 in Fulda statt. Die entsprechende Einladung wird Anfang März 2018 veröffentlicht.

Impulstext          Pressemitteilung          Impressionen         

 

 

Laßt den Sonntag in Ruhe! - AEU zum dritten Gebot

Mit der Forderung "Laßt den Sonntag in Ruhe!" faßt Friedhelm Wachs, Stv. Vorsitzender des AEU, in einem Interview mit der Mitteldeutschen Kirchenzeitung "Glaube und Heimat" die vom Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer vertretene Haltung zu Sonntagsschutz und Sonntagsruhe zusammen. "Für Christen gilt das 3. Gebot: 'Du sollst den Feiertag heiligen.' Das Grundgesetz postuliert in Artikel 140: 'Der Sonntag und die staatlich anerkannten Feiertage bleiben als Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung gesetzlich geschützt.' Es ist immer wieder sinnvoll, wenn sich Christen dieser Grundsätze vergewisserten", so Wachs.

Hintergrund dieses Interviews ist die vom Handelsverband Deutschland (HDE) getragene Initiative "Selbstbestimmter Sonntag", die auf eine vollständige Freigabe des Sonntags als Verkaufstag abzielt und damit einer Verödung der Innenstädte am Sonntag entgegenwirken und die Wettbewerbsposition des Einzelhandels gegenüber dem Online-Handel stärken will. Gegen diese Entwicklung positionieren sich zahlreiche kirchliche Initiativen (z. B. #unserSonntag ist uns #heilig) sowie von Kirchen und Gewerkschaften getragene "Allianzen für den Sonntag", die ihre Forderungen als "Anregung für die Tarifpartner" verstehen. "Der Kernauftrag der Kirche ist in meiner Wahrnehmung nicht, den Tarifpartnern Anregungen zu geben, sondern Gottes Wort zu verkünden und zu leben", so Wachs. "Für uns Christen ist es wesentlich, am Sonntag mit den Mitgliedern unserer Gemeinde das Abendmahl zu feiern. Das geht nur gemeinsam. Deshalb bin ich daran interessiert, daß sich die Gemeinde versammeln kann und nicht anderweitig verhindert ist. Und meine Beobachtung ist: Je attraktiver der Gottesdienst, desto voller ist die Kirche."

Diese reformatorische Begründung des Sonntagsschutzes folgt Martin Luthers Auslegung zum dritten Gebot im Großen Katechismus: "…, was Gott in diesem Gebot von uns fordert, so merke, dass wir Feiertage halten nicht um der verständigen und gelehrten Christen willen, denn diese bedürfen nirgends zu, sondern erstlich auch um leiblicher Ursache und Notdurft willen, welche die Natur lehrt und fordert für den Gemeinden Haufen , Knechte und Mägde, so die ganze Woche ihrer Arbeit und Gewerbe gewartet, daß sie sich auch einen Tag einziehen, zu ruhen und erquicken. Darnach allermeist darum, daß man an solchem Ruhetage (weil man sonst nicht dazu kommen kann) Raum und Zeit nehme, Gottesdienstes zu warten; also dass man zu Haufe komme, Gottes Wort zu hören und handeln, darnach Gott loben, singen und beten."

Dr. Hermann Barth (1945-2017), der im Kirchenamt der EKD die Positionen zur öffentlichen Verantwortung der Kirche 25 Jahre lang geprägt hatte, wies bereits 1998 in einem Vortrag auf die offenkundige "Verlegenheit, den Sonntag sinnvoll zu füllen und zu gestalten", hin: "Nicht das, was Kirchen und Christen über den Schutz des Sonntags sagen, nicht das, was sie politisch fordern und betreiben, ist ausschlaggebend, sondern wie sie selbst mit dem Sonntag umgehen. Die Sonntagskultur - oder eben Sonntagsunkultur - im Erscheinungsbild von Gemeinden, Familien und Lebensführung des einzelnen spricht eine viel deutlichere Sprache als alle öffentlichen Erklärungen und synodalen Entschließungen. In diesem Zusammenhang kommt den Gottesdiensten am Sonntag eine besondere Bedeutung zu", so Barth.

Aktuell begründen die Evangelische Kirche, ihre Einrichtungen und Werke die Notwendigkeit des staatlichen Sonntagsschutzes zunehmend nicht mehr biblisch bzw. theologisch, sondern sozialpolitisch mit der Forderung nach "gemeinsamer freier Zeit" und der Möglichkeit zu "einer alternativen Tagesgestaltung, für die der Kirchgang symbolisch stehen kann", so Dr. Thies Gundlach, Vizepräsident des Kirchenamtes der EKD in seinem Beitrag "Ein Tag der Gemeinschaft".

zum Interview

 

 

75 Jahre Geheimtagung des Freiburger Bonhoeffer-Kreises

Nicht nur das ordnungspolitische Konzept, sondern auch und gerade die ethische Fundierung der Sozialen Marktwirtschaft haben ihren Ursprung und ihre christliche Grundlage in der im Winter 1942/43 konspirativ erarbeiteten und im Juli 1945 veröffentlichten Denkschrift des Freiburger Bonhoeffer-Kreises.

Um die Engländer dazu zu bewegen, in Deutschland einer neuen Regierung nach dem geplanten Sturz Hitlers Zeit zu lassen, die Verhältnisse selbst zu ordnen, hat sich Dietrich Bonhoeffer im Mai 1942 mit George Bell, dem Bischof von Chichester, in der kirchlichen Akademie Sigtuna in Schweden getroffen. Am 9. Oktober 1942 suchte Bonhoeffer Constantin von Dietze und Erik Wolf in Freiburg auf und bat die Wissenschaftler im Auftrag der "Vorläufigen Leitung der Bekennenden Kirche" um eine Programmschrift, "in der womöglich alle Hauptzweige des öffentlichen Lebens unter den Gesichtspunkten christlicher Sozialethik behandelt werden sollten."

Ein konspirativ tagender Arbeitsausschuß, dem zunächst nur die Freiburger Nationalökonomen Constantin von Dietze, Walter Eucken und Adolf Lampe sowie der Historiker Gerhard Ritter angehörten, bereitete diese Programmschrift unverzüglich vor. Der Haupttext wurde von Gerhard Ritter ausgearbeitet; der für die Entwicklung der Sozialen Marktwirtschaft belangreiche Anhang 4 (Wirtschaft- und Sozialordnung) wurde von den drei Nationalökonomen gemeinsam formuliert. Der Anhang 1 (Rechtsordnung) wurde von den Freiburger Juristen Franz Böhm und Erik Wolf erarbeitet. Nachdem von Dietze zweimal zu einer Vorbesprechung des Entwurfs der Denkschrift mit Bonhoeffer in Berlin zusammengetroffen war, fand bereits vom 17. bis 19. November 1942 im Hause der Familie von Dietze in Freiburg eine dreitägige Geheimtagung statt, auf der der Hauptteil der Denkschrift sowie die beiden bereits vorliegenden Anhänge beraten wurden. Neben den Freiburger Wissenschaftlern haben an dieser Geheimtagung folgende Personen teilgenommen: Carl Goerdeler, der frühere Leipziger Oberbürgermeister und Organisator des zivilen Widerstandes, Otto Dibelius, Generalsuperintendent der Kurmark und Vorsitzender des Rates der EKD von 1949 bis 1961, der evangelische Theologe Helmut Thielicke im Auftrag des württembergischen Landesbischofs Theophil Wurm, dem ersten Vorsitzenden des Rates der EKD von 1945 bis 1949, sowie der evangelische Unternehmer Walter Bauer als Fachmann und Vertreter der "Vorläufigen Leitung der Bekennenden Kirche".

Als Ergebnis dieser konspirativen Beratungen wurden die Entwürfe überarbeitet sowie weitere ergänzende Anhänge in Auftrag gegeben. Nachdem in allen wesentlichen Punkten Übereinstimmung erzielt war, wurden die Arbeiten an der Denkschrift "Politische Gemeinschaftsordnung - Ein Versuch zur Selbstbesinnung des christlichen Gewissens in den politischen Nöten unserer Zeit" im Januar 1943 abgeschlossen. Das Typoskript mit allen nachträglichen Änderungen und Ergänzungen wurde von Gerhard Ritter auf dem Hierahof in Saig im Hochschwarzwald versteckt.

Das gescheiterte Attentat am 20. Juli 1944 löste eine umfassende Verfolgungswelle gegen die Mitglieder und das Umfeld des bürgerlichen und des militärischen Widerstands aus. Von der Kerngruppe des Freiburger Kreises wurden Constantin von Dietze, Adolf Lampe und Gerhard Ritter verhaftet. Gegen Walter Bauer und Constantin von Dietze wurde noch am 9. April 1945 vor dem Volksgerichtshof Anklage wegen Hoch- und Landesverrats erhoben, doch wurden sie wenige Tage vor Kriegsende befreit. Im Juli 1945 hat Gerhard Ritter die Denkschrift im Namen des Mitarbeiterkreises in Freiburg veröffentlicht. Nach der als "Stunde Null" apostrophierten Zäsur der Sommermonate 1945 ist insbesondere der Anhang 4 (Wirtschafts- und Sozialordnung) zur Denkschrift des Freiburger Bonhoeffer-Kreises bei der Entwicklung und Durchsetzung der Sozialen Marktwirtschaft als einer freiheitlichen Wirtschaftsordnung wirksam geworden.

Zu den Mitgliedern des Freiburger Bonhoeffer-Kreises gehörte im Auftrag der "Vorläufigen Leitung der Bekennenden Kirche" u. a. der Textilunternehmer Dr. Walter Bauer, der 1966 den Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer mitgegründet hat und dessen erster Vorsitzender war. Bei der Auseinandersetzung mit den ethischen Wurzeln und den ordnungspolitischen Grundlagen der Sozialen Marktwirtschaft geht es dem Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer um die Frage, wie die ursprüngliche ethische Fundierung und die ordnungspolitischen Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft zur Bewältigung der vor uns liegenden gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen, wie z. B. Globalisierung, Digitalisierung und Vernetzung, fruchtbar gemacht werden können. So verlangt gerade die (gesellschafts-)politische Gestaltung der digitalen Transformation aus christlicher Perspektive die Einhaltung gewisser Prinzipien, wie z. B. ein freiheitliches Menschenbild (Galater 5, 1), das Subsidiaritätsprinzip, Ordnungspolitik vor Prozeßpolitik und vor allem eine wirksame Wettbewerbsordnung.

Die Aufforderung "Was die Kirche nicht selbst zur Wirtschaftsordnung zu sagen berufen ist, hat sie den christlichen Laien zu überlassen." im Anhang 4 (I. Kirchliche Grundlegung) zur Denkschrift des Freiburger Bonhoeffer-Kreises war zum Zeitpunkt der Gründung im Jahr 1966 und ist bis heute Motivation für ein Engagement in und für unseren Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer.

Der Anhang 4: Wirtschafts- und Sozialordnung zur Denkschrift des Freiburger Bonhoeffer-Kreises ist auf unserer Internetseite sowie zusammen mit einer Einführung und zwei ergänzenden Beiträgen in der 2015 herausgegebenen Broschüre "70 Jahre Denkschrift des Freiburger Bonhoeffer-Kreises" dokumentiert.

Pressemitteilung          Anhang 4: HTML-Text, Originalseiten (PDF, 28 MB)

 

 

 

20 Jahre ARBEIT PLUS - Letzte Auszeichnung an tempus verliehen

"Wer neue Arbeitsplätze schafft, sollte ein Gütesiegel erhalten, und das sollte zu einem positiven Wettbewerbselement werden," forderte AEU-Mitglied Dr. Rainer Meusel am 22. Juni 1997 als Präsident des 27. Deutschen Evangelischen Kirchentages im Schlußgottesdienst in Leipzig. Die positive Resonanz auf seine Anregung, statt Negativbeispiele zu brandmarken, vorbildliche Unternehmen auszuzeichnen, führte noch im selben Jahr zur Etablierung des kirchlichen Arbeitsplatzsiegels "Arbeit Plus" durch die Evangelische Kirche im Rheinland. Als Voraussetzung für eine Auszeichnung werden Unternehmen in einem differenzierten Evaluierungsverfahren bewertet. Bis zu 80 Einzelkriterien werden zu vier inhaltlich verbundenen Gruppen verdichtet: Lebenschancen, Beteiligungschancen, Entfaltungschancen und Sozialkultur. Die ersten Auszeichnungen konnten bereits am 30. November 1998 durch Präses Manfred Kock in Düsseldorf vergeben werden. 1999 hat die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) das Projekt übernommen und "Arbeit Plus" bundesweit ausgeschrieben. Unser Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer hat dieses innovative Projekt über die ersten strukturierenden Diskussionen, die wissenschaftliche Fundierung, u. a. durch die AEU-Mitglieder Professor Dr. Hans Raffée und Professor Dr. Joachim Fetzer, und die organisatorische Unterstützung zahlreicher Werbe- und Vergabeveranstaltungen aktiv begleitet.

Nach einer Laufzeit von 20 Jahren hat die EKD das Projekt "Arbeit Plus" nun eingestellt. Die letzte Auszeichnung wurde am 8. November 2017 auf dem Personal-Kongreß Mittelstand in Stuttgart an das Unternehmen tempus GmbH von AEU-Mitglied Professor Dr. Jörg Knoblauch verliehen. In seiner Laudatio führte Dr. Meusel aus: "Die Welt hat sich in den zurückliegenden 20 Jahren verändert. Die Wirtschafts- und Sozialdenkschriften der EKD, an denen auch Professor Dr. Knoblauch maßgeblich mitgewirkt hat, haben das Verhältnis Kirche-Wirtschaft versachlicht, die Arbeitslosenquote ist nur noch halb so hoch wie 1997 und – das muß man leider konstatieren - die nachlassende Bedeutung der christlichen Kirchen in unserer profanen und multikulturellen Gesellschaft hat den Wunsch nach einem kirchlichen Gütesiegel auch schwinden lassen."

In seinem Dankeswort formulierte Professor Dr. Knoblauch aus der Perspektive eines mittelständischen Unternehmers Wünsche an die Evangelische Kirche: "Unsere Kirche muß sich darauf konzentrieren, das Evangelium weiterzugeben." Unternehmen leisteten nur dann gute Arbeit, wenn sie sich auf ihr Kerngeschäft konzentrierten; sonst würden sie verwechselbar und damit austauschbar. Das gelte auch für die Kirche. Knoblauch zufolge benötige sie "hervorragende Pfarrer", die "ganz überdurchschnittliche Arbeit leisten". Sie müßten das Evangelium so verkünden, daß es Menschen von heute verstehen. Da die Kirche immer mehr Pfarrstellen abbaue, müßten Theologen lernen, einen Kreis von ehrenamtlichen Mitarbeitern aufzubauen. Der Unternehmer forderte die Kirche auch auf, sinkende Gottesdienstbesucherzahlen nicht hinzunehmen. Es gelte, neue Gemeindemitglieder und Besucher zu gewinnen. Knoblauch: "Es wäre ein unverzeihlicher Fehler, wenn wir nicht mehr danach fragen, warum die eine Gemeinde hoch attraktiv ist und die andere offenbar nicht." Nicht nur Unternehmen müßten sich immer wieder neue erfinden, auch die Kirche müsse sich ständig reformieren.

Laudatio Dr. Rainer Meusel          Dankeswort Professor Dr. Jörg Knoblauch

 

 

Jahresempfang 2017: Wirtschaft und Kirche im Dialog

"Die Reformation war Anlaß für eine tiefgreifende Reform, die nicht nur für Theologie und Kirche, sondern gesamtgesellschaftlich und europaweit eine tiefgreifende Veränderung bedeutete," erläuterte Bischöfin Kirsten Fehrs, Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland und Mitglied im Rat der EKD, in ihrem Vortrag "Reformation heute - Glaube und Gesellschaft im Dialog" auf dem Jahresempfang des Arbeitskreises Evangelischer Unternehmer am 20. September 2017 in Frankfurt am Main.

Bischöfin Fehrs entfaltete das Thema anhand der vier reformatorischen Exklusivpartikel. "Christus soll im Mittelpunkt stehen. Das ist es, worauf es ankommt. Und wenn es darum geht, was uns als evangelische Kirche ausmacht, dann genau das: Nicht auf Luther schauen, nicht auf unsere große Vergangenheit, nicht auf Macht und Einfluß, sondern allein auf Christus. Solus Christus. Der Gott, der ganz und gar Mensch geworden ist, das ist unser Profil," so Fehrs.

Mit Blick auf die permanent drohende Überforderung durch einen falsch verstandenen Leistungsbegriff machte Bischöfin Fehrs deutlich, daß wir das wirklich Wertvolle in unserem Leben, das, was uns im Innern der Seele glücklich macht und stark, nicht verdienen, sondern nur empfangen können. Sola gratia. Luther sei nicht gegen Leistung gewesen, vielmehr habe er den Arbeitsbegriff aufgewertet. "Das ganze Leben soll im Dienst Gottes stehen. Alles ist Berufung - bzw. Beruf", führte die Bischöfin aus. Aus reformatorischer Sicht habe Arbeit und Wirtschaft eine klare Perspektive, sie solle dem Nächsten dienen. "Nicht der Mensch hat sich am Wirtschaftssystem auszurichten, sondern das Wirtschaftssystem am Menschen", betonte Fehrs.

"Als Vorsitzender des Vorstandes der Commerzbank AG und als Mitglied im Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer ist es mir ein besonderes Anliegen, daß der Austausch zwischen Unternehmern und Vertretern der Kirche über gesellschaftspolitische Fragestellungen intensiv geführt wird", betonte Martin Zielke als Gastgeber des Jahresempfangs 2017. "Glaube, Freiheit, Verantwortung - Umbruch und Perspektiven ist das übergreifende Schwerpunktthema für die Jahre 2015 bis 2017 und die Themen Freiheit und Verantwortung sind auch für mich als Manager von zentraler Bedeutung. Denn Unternehmer sind nicht nur ihren Shareholdern, also ihren Aktionären bzw. Eigentümern, verpflichtet. Sie tragen auch Verantwortung für das Wohlergehen der Gesellschaft insgesamt", so Zielke. "Das Spannungsverhältnis zwischen Freiheit und Verantwortung in der Sozialen Marktwirtschaft müssen wir uns immer wieder bewußt machen. Denn beide sind zwei Seiten ein und derselben Medaille. Sie bilden die Grundlage für jede unternehmerische Tätigkeit. Das ist unsere Überzeugung als evangelische Unternehmer und die Botschaft, die wir auch in der Öffentlichkeit deutlich machen müssen."

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"Nahezu alle Manager und Unternehmer verhalten sich integer!"

"Den ehrbaren Kaufmann gibt es immer seltener", konstatierte die frühere Bischöfin der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers und Ratsvorsitzende, Professor Dr. Margot Käßmann, in einem Interview mit der WirtschaftsWoche am 16. Juli 2017. Dieser Einschätzung widerspricht der Stv. Vorsitzende des Arbeitskreises Evangelischer Unternehmer, Friedhelm Wachs: "Nahezu alle Manager und Unternehmer verhalten sich integer! Diese ehrbaren Kaufleute sind das Rückgrat der deutschen Wirtschaft."

In einem Interview mit der WirtschaftsWoche vom 10. August 2017 verwahrt sich Wachs gegen eine pauschale Diffamierung von Managern und Führungskräften. Regelwidriges oder gar kriminelles Verhalten gehöre aufgedeckt und bestraft, doch dürfe von dem Fehlverhalten einiger weniger nicht auf die Gesamtheit von fast vier Millionen Führungskräften in der Wirtschaft geschlossen werden. Weiterhin fragt Wachs in seiner Positionierung nach den Lösungsbeiträgen der Evangelischen Kirche zu der von Professor Dr. Käßmann beklagten Situation.

zum WiWo-Interview

 

 

"Mein Glaube ist das Fundament für meine tägliche Arbeit"

"Mein Glaube ist das Fundament für meine tägliche Arbeit. Ich bin überzeugt: Die Soziale Marktwirtschaft ist die Gesellschaftsordnung, die dem christlichen Menschenbild am besten entspricht", stellt Werner M. Bahlsen in seinem Beitrag für das vom Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer herausgegebene Buch "Evangelisch. Erfolgreich. Wirtschaften. - Protestantische Unternehmer sprechen über ihren Glauben" klar.

Für den Familienunternehmer in dritter Generation und Vorsitzenden der Geschäftsführung der Bahlsen GmbH & Co. KG bedeutet Menschsein im christlichen Sinn die Freiheit und auch die Verpflichtung, diese Welt zu gestalten. "Wir wollen die Welt gestalten und Dinge bewegen. Damit legen wir die Grundlagen für 'Wohlstand für alle'. Das ist großartig! Der Glaube hilft mir, dieser Verantwortung gerecht zu werden, aber trotzdem nicht abzuheben. Ich weiß auch um meine eigenen Grenzen, ich bin kein 'Alleskönner'. Von Gott bin ich angenommen so, wie ich bin. Ich muss mir seine Liebe nicht verdienen", bekennt Bahlsen, der sich auch im Kuratorium des Arbeitskreises Evangelischer Unternehmer engagiert. Bahlsen, der seit 2015 Präsident des Wirtschaftsrats der CDU ist, sieht zwischen Gewinnorientierung und christlichem Glauben keinen grundsätzlichen Widerspruch: "Als Familienunternehmen ist unser Ziel die dauerhafte Erzielung stabiler Gewinne und nicht eine kurzfristige Maximierung. Als Christ findet Gewinnstreben allerdings dort seine Grenze, wo es unethisches Handeln fordert. Richtschnur ist für mich dabei der ehrbare Kaufmann."

Im Rahmen des Empfangs des Arbeitskreises Evangelicher Unternehmer unter dem Thema "Evangelisch. Erfolgreich. Wirtschaften. - Mein Glaube ist das Fundament für meine tägliche Arbeit" anläßlich des 36. Deutschen Evangelischen Kirchentages 2017 in Berlin in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Bank erläuterte Werner M. Bahlsen, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bahlsen GmbH & Co. KG und Präsident des Wirtschaftsrates der CDU, im Gespräch mit Friedhelm Wachs, Geschäftsführender Gesellschafter der Wachsonian GmbH und Stv. Vorsitzender des Arbeitskreises Evangelischer Unternehmer, den Zusammenhang zwischen Glauben und Freiheit sowie zwischen unternehmerischer Freiheit und unternehmerischer Verantwortung.

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"Ich kann mir mein Seelenheil nicht durch Ablass erkaufen"

Anläßlich des Reformationsjubiläums fragt die WirtschaftsWoche für ihre Online-Ausgabe vom 26. Mai 2017 Friedhelm Wachs, Stv. Vorsitzender des Arbeitskreises Evangelischer Unternehmer: "Ein 'christlicher Unternehmer' sein, 'protestantisch verantwortlich handeln' oder 'mit Luther wirtschaften' - geht das überhaupt?" Wachs: "Das geht perfekt. Unsere Soziale Marktwirtschaft basiert auf den ethischen Grundlagen und den ordnungspolitischen Prinzipien des Freiburger Bonhoeffer-Kreises." "Sein Ziel war es, 'eine Wirtschaftsordnung vorzuschlagen, die - neben ihren sachlichen Zweckmäßigkeiten - den denkbar stärksten Widerstand gegen die Macht der Sünde ermöglicht, in der die Kirche Raum für ihre eigentlichen Aufgaben behält und es den Wirtschaftenden nicht unmöglich gemacht oder systematisch erschwert wird, ein Leben evangelischer Christen zu führen.' Das Ergebnis ist die Soziale Marktwirtschaft. In dieser Wirtschaftsordnung sind christliche Unternehmer ein zwingender Bestandteil."

Zur Unterscheidung zwischen einem christlichen Unternehmer und einem ehrbaren Kaufmann führt Wachs aus: "Der christliche Unternehmer hält Maß, weil er sich an der christlichen Botschaft orientiert und seine persönliche Verantwortung vor Gott sieht. … Der irdische Nutzen heute treibt den ehrbaren Kaufmann, das göttliche Heil den christlichen Unternehmer."

Milton Friedmans These The business of business is business. widerspricht Wachs in Anlehnung an Wilhelm Röpke: "Die Grundlage von Business ist der Mensch, Business, das nicht dem Menschen dient, ist kein Business".

Der Claim "protestantisch verantwortlich handeln" faßt das Selbstverständnis des Arbeitskreises Evangelischer Unternehmer zusammen und ist als Leitwort Grundlage und Ziel unserer Arbeit.

zum WiWo-Interview          Interview-Text

 

 

Christliche Werte prägen das Leitbild des ehrbaren Kaufmanns

"Wir brauchen die Grundsätze des ehrbaren Kaufmanns, weil menschliches Zusammenleben, auch über Länder- und Kulturgrenzen hinweg, auf gegenseitigem Vertrauen beruht," forderte der Vorsitzende des Arbeitskreises Evangelischer Unternehmer, Dr. Peter Barrenstein, auf dem Ökumenischen Wirtschaftsforum am 11. Mai 2017 in Mannheim.

Vertrauen, Verläßlichkeit, Ehrlichkeit, Qualitätsorientierung und Respekt sind wichtige Merkmale, mit denen globale Geschäftspartner deutsche Unternehmer und Führungskräfte beschreiben. "Dieses grundsätzlich positive Urteil wird aus meiner Sicht dadurch begründet, daß unser Gesellschaftssystem, unsere Werteordnung der Sozialen Marktwirtschaft nach wie vor in hohem Maße durch ein christlich basiertes Wertesystem geprägt sind. Ein Wertesystem, das noch selbst da verinnerlicht ist, wo Menschen die Institution Kirche verlassen haben. Die Goldene Regel, die Zehn Gebote, Kerngedanken der Bergpredigt sowie die großen Gleichnisse der Bibel prägen unser aller Denken und Handeln, bewußt oder eben auch unbewußt, und geben eine klare Orientierung für das, was richtig ist und was falsch ist."

Programm          Vortragstext

 

 

Der Dienst im Beruf am Nächsten ist Kern des christlichen Lebens

"Die Entdeckung, daß alle Menschen von Gott her eine Berufung und damit einen Beruf in der Gesellschaft haben, war eine wirkliche Revolution! Diese Einsicht Martin Luthers stellt einen gewaltigen Schritt in der Entwicklung Europas und insbesondere in der Durchsetzung moderner Wirtschaft und Lebensverhältnisse dar," faßte Professor Dr. Gerhard Wegner Martin Luthers reformatorisches Verständnis vom Beruf des Christen zusammen. "Der Dienst im Beruf am Nächsten - die Ausrichtung der Arbeit auf die Nützlichkeit für andere, der Alltag ist seitdem der Kern des christlichen Lebens. Ohne die jahrhundertelange religiöse Prägung ist das moderne, westliche Arbeitsethos kaum verständlich. Beruf klingt nicht nur im Deutschen nach wie vor immer noch ein wenig nach Berufung - er bleibt es in der Mentalität auch tatsächlich. Und dies deswegen, weil sich mit ihm offensichtlich Sehnsüchte der Menschen nicht nur nach guter Arbeit, sondern nach einem guten, weil sinnvollen und produktiven Leben verbinden."

Im Mittelpunkt des Forums 2017 (Jahrestagung) des Arbeitskreises Evangelischer Unternehmer "Martin Luthers reformatorisches Verständnis vom Beruf des Christen - Impulse für Führung und Beruf im 21. Jahrhundert" vom 28. bis 30. April 2017 am Fuße der Wartburg in Eisenach standen die Fragen, wie die Erfahrungen der Reformation für die Gegenwart nutzbar gemacht werden können bzw. wie das protestantische Berufsethos unternehmerische Verantwortung trägt, sowie Überlegungen zu Neuentdeckung und Zukunft des Berufs.

Programm          Vortragstext Professor Dr. Gerhard Wegner          Bilder-Galerie

 

 

AEU mit Hanns-Lilje-Stiftungspreis ausgezeichnet

Der Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer ist mit dem Hanns-Lilje-Stiftungspreis "Freiheit und Verantwortung" ausgezeichnet worden. Im Rahmen einer Festveranstaltung am 29. März 2017 in der Neustädter Hof- und Stadtkirche in Hannover nahm Friedhelm Wachs, Stv. Vorsitzender des AEU, den renommierten Preis für die evangelischen Unternehmerinnen und Unternehmer entgegen, die sich im Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer für den Dialog zwischen Wirtschaft und Kirche engagieren.

In der Begründung der Jury heißt es: "Dem Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer gelingt es, Führungskräfte in Unternehmen für Glaubensfragen zu sensibilisieren und in Glaubensfragen zu vergewissern. Er bietet damit in einzigartiger Weise ethische Orientierung und fachlichen Austausch für unternehmerische Entscheidungen auch in Krisensituationen. Darüber hinaus beteiligt er sich an der kirchlichen und gesellschaftspolitischen Meinungsbildung zu wirtschafts- und sozialethischen Fragen. Ein Gewinn für die Unternehmen, die Kirche und die Gesellschaft!"

Für den Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer unterstreicht die Verleihung des Hanns-Lilje-Stiftungspreises "Freiheit und Verantwortung" die Bedeutung des Dialogs als Voraussetzung für einen offenen Diskurs zur Verständigung über gesellschaftliche Fragen. Dies gilt um so mehr in einer Zeit, in der die lautstarke Wiederholung von Behauptungen und Positionen das Eingehen auf Fakten bzw. den Austausch von Argumenten zu verdrängen droht.

Pressemitteilung          Bewerbung          Hanns-Lilje-Stiftungspreis 2017

 

 

Ratsvorsitzender: Kirche bietet Unternehmern geistliche Heimat

"Die Kirche bietet Unternehmern eine geistliche Heimat," stellte der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Landesbischof Professor Dr. Heinrich Bedford-Strohm beim 10. Kongreß christlicher Führungskräfte 2017 in Nürnberg klar. Der Ratsvorsitzende reagierte im Rahmen einer Podiumsdiskussion am 23. Februar 2017 auf den Vorwurf, die Kirche biete mit ihrer "Schwarz-Weiß-Ethik" Führungskräften in der Wirtschaft keine Orientierung und habe deshalb ihre Relevanz und ihren Einfluß bei großen Unternehmen "längst verloren".

In seinem Widerspruch verwies Bedford-Strohm darauf, daß beim Kongreß christlicher Führungskräfte viele Menschen teilnehmen, die sich im Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer engagieren und unternehmerisches Handeln sehr differenziert betrachten.

Weiterhin verwies er auf die Unternehmerdenkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland "Unternehmerisches Handeln in evangelischer Perspektive" mit einer ethischen Würdigung unternehmerischen Handelns aus dem Jahr 2008. Die Kirche habe die Aufgabe, die klare Grundorientierung der Bibel ins Gespräch zu bringen. "Gerade für Führungskräfte ist der christliche Glaube, gerade als Quelle der Vergebung in ethischen Dilemma-Situationen eine große Kraft- und Orientierungsquelle," postete der Ratsvorsitzende nach der Podiumsdiskussion auf Facebook.

 

 

Reformationsjubiläum 2017: "Evangelisch. Erfolgreich. Wirtschaften."

Die Frage nach der Vereinbarkeit einer protestantisch geprägten Haltung mit unternehmerischem Handeln beschäftigt den Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer seit seiner Gründung. So beschreibt die (Wirtschafts-)Denkschrift der EKD "Gemeinwohl und Eigennutz - Wirtschaftliches Handeln in Verantwortung für die Zukunft" (1991) ein weitverbreitetes Vorurteil: "Offenkundig begegnet die Marktwirtschaft tiefverwurzelten und traditionsreichen christlichen Vorbehalten. Nicht wenige Christen fragen, ob das 'Hungern und Dürsten nach Gerechtigkeit' mit einer verantwortlichen Mitwirkung im Rahmen einer marktwirtschaftlichen Ordnung verträglich ist". Deshalb haben wir anläßlich unseres 50. Gründungsjubiläums evangelische Unternehmer, Manager und Führungskräfte nach ihren persönlichen Erfahrungen und Einschätzungen gefragt.

Mit der Neuerscheinung "Evangelisch. Erfolgreich. Wirtschaften." zeigen und belegen wir durch 35 authentische Beiträge, Interviews und Portraits auf überzeugende Weise, daß eine protestantisch begründete Haltung und (erfolgreiches) wirtschaftliches Handeln eben kein Widerspruch sind. Wir verstehen dieses Buch als Impuls des Arbeitskreises Evangelischer Unternehmer zum Reformationsjubiläum 2017 aus unternehmerischer Perspektive.

Die Neuerscheinung

Peter Barrenstein | Wolfgang Huber | Friedhelm Wachs (Hg.)
Evangelisch. Erfolgreich. Wirtschaften.
Protestantische Führungskräfte sprechen über ihren Glauben
edition chrismon 2016
320 Seiten | Hardcover
ISBN 978-3-96038-006-1
EUR 24,90 [D]

kann über den Buchhandel, Distributoren wie Amazon oder unmittelbar bei der Evangelischen Verlagsanstalt als Hardcover oder als E-Book bezogen werden.

Zur Bestellseite der Evangelischen Verlagsanstalt.

 

"Ich lese immer wieder mit heller Begeisterung in diesem Buch. 35 persönliche Stellungnahmen von Menschen in unterschiedlicher wirtschaftlicher Verantwortung. Farbig, anschaulich, klar. Klar auch in dem expliziten Bezug auf ihren christlichen Glauben in seiner evangelischen Gestaltung. Ich bin  überzeugt: Seit ich lese, habe ich ein solches Buch in deutscher Sprache noch nicht gesehen."

Bischof a. D. Professor Dr. Wolfgang Huber, Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland von 2003 bis 2009, auf der Pressekonferenz zur Vorstellung des Buches "Evangelisch. Erfolgreich. Wirtschaften." am 14. September 2016 in Frankfurt am Main.