Welches Menschenbild bestimmt unser wirtschaftliches Handeln? | 02. Juni 2022

Adam Smith ging davon aus, dass das eigennützige Handeln des Einzelnen automatisch durch die „unsichtbare Hand“ des Marktes dem Gemeinwohl dient. Das sehen die Verfasser der Freiburger Denkschrift, des Grundkonzepts der Sozialen Marktwirtschaft, ganz anders. Sie setzen auf dem Hintergrund des Nationalsozialismus und des Krieges ein sehr kritisches Menschenbild voraus. Aufgabe der Wirtschaftsordnung sei es deshalb, die selbstzerstörerische Eigendynamik des wirtschaftlichen Handelns einzugrenzen und in heilsame Bahnen zu lenken. Constantin von Dietze spricht von der „Macht der Sünde“, die Denkschrift vom „Dämon der Habgier“, Werner Sombart sogar von einer „Wirtschaftsordnung des Teufels“.

Angesichts der aktuellen Konflikte und der neuen Polarisierungen in der Welt stellt sich die Frage, sollten wir auch in unserem wirtschaftlichen Handeln mit der Macht des Bösen rechnen.

Darüber wollen wir miteinander ins Gespräch kommen. Dr. Dieter Heidtmann und Ingo Praetorius vom Leitungskreis der regionalen Arbeitsgruppe des AEU in Württemberg werden in das Thema einführen und die Veranstaltung moderieren.

Sie sind herzlich eingeladen

am Donnerstag, dem 02. Juni 2022, von 18.00 bis 19.30 Uhr

über diese Frage zu diskutieren.

Das Gesprächsformat findet im Rahmen des aktuellen AEU-Schwerpunktthemas "Zur Sozialen Marktwirtschaft – Warum wir über unsere Wirtschaftsordnung reden müssen" statt.

Zur Anmeldung nutzen Sie bitte das Online-Formular. Die Zugangsdaten werden am 01. Juni 2022 an die im Anmeldeformular genannte E-Mail-Adresse gesendet.

Ergänzende Informationen erhalten Sie über die Geschäftsstelle des Arbeitskreises Evangelischer Unternehmer in Deutschland, Karlstraße 84, 76137 Karlsruhe, Tel. 0721 / 35 23 70, info(at)aeu-online.de.